1,4 Mio. Wohnungen fehlen: Warum Deutschland nicht aus der Wohnungsbau-Krise kommt

ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan spricht im aktuellen Podcast über Wohnungsnot, politische Hürden und die Zukunft des Bauens in Deutschland.

Was ist der ZIA und warum spielt der Verband eine so wichtige Rolle?

Der ZIA – Zentraler Immobilien Ausschuss – gilt als einer der wichtigsten Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft in Deutschland. Er vertritt die Interessen zahlreicher Unternehmen entlang der gesamten Immobilien-Wertschöpfungskette – von Projektentwicklern über Investoren bis hin zu Bestandshaltern. Damit fungiert der Verband als zentrale Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Immobilienbranche. Wenn es um regulatorische Entwicklungen, Baupolitik oder Wohnungsmarktfragen geht, zählt der ZIA zu den wichtigsten Stimmen des Landes.

Michél-Philipp Maruhn, Founder & Host des DIGITALWERK-Podcasts, und Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des Zentralen Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA).

Aygül Özkan ist die Hauptgeschäftsführerin des ZIA. Im Podcast erklärt sie, dass ihre Aufgabe vor allem darin besteht, die Herausforderungen und Bedürfnisse der Branche gegenüber Politik und Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dabei gehe es nicht nur darum, Missstände zu benennen, sondern konkrete Lösungsansätze für einen funktionierenden Wohnungsmarkt vorzuschlagen. Aygül positioniert sich damit als eine der sichtbarsten Sprecherinnen der deutschen Immobilienwirtschaft.

Warum Deutschland beim Wohnungsbau massiv hinterherhinkt

Ein zentrales Thema im Podcast ist die dramatische Wohnungsnot in Deutschland. Aktuellen Zahlen zufolge fehlen derzeit rund 1,4 Millionen Wohnungen, während gleichzeitig deutlich zu wenig neu gebaut wird. Der ZIA beobachtet seit Jahren, dass Fertigstellungszahlen und Nachfrage immer weiter auseinanderdriften. Aus Sicht des Verbands verschärft sich dadurch nicht nur die soziale Lage, sondern auch die wirtschaftliche Belastung für Städte und Regionen.

Welche politischen Maßnahmen der ZIA fordert

Um die Situation zu verbessern, fordert der ZIA vor allem schnellere Genehmigungsverfahren, weniger bürokratische Hürden und bessere steuerliche Rahmenbedingungen. Aygül betont im Podcast, dass bestehende politische Maßnahmen wie der sogenannte Bauturbo zwar richtige Ansätze seien, aber bei weitem nicht ausreichen würden. Vor allem fehle es vielerorts an konsequenter Umsetzung auf kommunaler Ebene. Die Immobilienwirtschaft brauche jetzt klare und mutige Entscheidungen, um wieder Planungssicherheit zu schaffen.

Warum die Immobilienwirtschaft für Deutschland so relevant ist

Im Gespräch macht Aygül außerdem deutlich, welche enorme volkswirtschaftliche Bedeutung die Branche hat. Rund 20 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung stammen laut ihr aus der Bau- und Immobilienwirtschaft. Damit sei der Sektor teilweise sogar bedeutender als andere Industriezweige, die deutlich häufiger im politischen Fokus stehen. Für den ZIA ist deshalb klar: Wer über die Zukunft Deutschlands spricht, muss auch über die Zukunft des Bauens sprechen.

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