1,8 Milliarden € für den Wind: Wie NeXtWind den deutschen Energiemarkt neu ordnet

CEO Ewald Woste über Milliardenkapital, die Strategie des Repowerings und warum Deutschland mehr unternehmerisches Risiko wagen muss.

Vom Ruhrgebiet zur Energiewende

Ewald Woste ist im Ruhrgebiet aufgewachsen – mitten zwischen Zechen, Kohle und Industrie. Genau diese Herkunft prägt seinen Blick auf Energie, Wandel und Verantwortung. Statt unter Tage zu gehen, entschied er sich bewusst für einen anderen Weg. Heute steht er als CEO von NeXtwind an der Spitze eines der spannendsten Energie-Scale-ups Deutschlands.

Michél-Philipp Maruhn, Founder & Host des DIGITALWERK-Podcast, und Ewald Woste, CEO von NeXtWind.

Die Idee hinter NeXtwind

Nextwind kauft bestehende Windparks, reißt alte Anlagen ab und ersetzt sie durch moderne, leistungsstärkere Turbinen. Dieses sogenannte Repowering vervielfacht die Stromproduktion bei gleicher oder sogar geringerer Fläche. Der Markt dafür ist hochfragmentiert und jahrzehntelang kaum professionell skaliert worden. Genau hier liegt die große unternehmerische Chance.

„Wir wollten 1,4 Milliarden einsammeln – und haben am Ende bei 1,8 Milliarden zugemacht.“

Kapital, das alles verändert

Nach ersten 100 Millionen Euro, die innerhalb eines Jahres vollständig investiert waren, folgte der nächste große Schritt. Zwei kanadische Pensionsfonds stellten 750 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Insgesamt fließen heute rund 2,5 Milliarden Euro in den Aufbau und die Modernisierung von Windparks. Damit bewegt sich NeXtwind klar im industriellen Maßstab.

Warum kleine Investoren rausfallen

Ein modernes Windrad kostet heute sechs bis sieben Millionen Euro. Wartung, Vermarktung und regulatorische Anforderungen sind deutlich komplexer geworden. Laut Ewald ist das kein Markt mehr für Einzelkämpfer oder kleine Betreiber. Die Energiewende braucht Skalierung, Effizienz und professionelles Management.

Energiewende ist Systemfrage

Wind- und Solarenergie sind heute tragende Säulen der Stromversorgung, aber sie sind nicht stetig verfügbar. Themen wie Speicher, Flexibilität und Versorgungssicherheit werden immer wichtiger. Genau hier erwartet Ewald eine massive Konsolidierungswelle im Markt. Am Ende werden nur wenige große Plattformen den Markt dominieren.

Die Themen des DIGITALWERK-Podcast mit Ewald Woste im Überblick:

  • 00:00 –Darum gehts in der Folge
  • 02:00 – Wie viele Windräder Deutschland wirklich hat
  • 04:20 – Warum 2 % Fläche nicht reichen
  • 06:00 – Vom Ruhrgebiet zur Energiewirtschaft
  • 09:30 – Die Geburtsstunde von Nextwind
  • 10:45 – Repowering als Gamechanger
  • 13:00 – Warum Betreiber ihre Windparks verkaufen
  • 17:20 – Genehmigungen, Politik und Akzeptanz
  • 19:10 – Konsolidierung im Windmarkt
  • 22:30 – Warum die Energiewende industrielle Maßstäbe braucht

Passende Lektüre

Wenn diese Folge für dich interessant war und Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann schau doch auch einmal hier vorbei:

No items found.

Dann abonniere einfach den DIGITALWERK Newsletter – und sei anderen immer einen Schritt voraus!

Ein letzter Schritt: Bitte bestätige deine Eintragung, du hast hierfür eine E-Mail erhalten.
Ooops! Da ist etwas schief gelaufen. Bitte überprüfe deine Eingaben oder versuche es später erneut.