February 10, 2026
Ewald Woste ist im Ruhrgebiet aufgewachsen – mitten zwischen Zechen, Kohle und Industrie. Genau diese Herkunft prägt seinen Blick auf Energie, Wandel und Verantwortung. Statt unter Tage zu gehen, entschied er sich bewusst für einen anderen Weg. Heute steht er als CEO von NeXtwind an der Spitze eines der spannendsten Energie-Scale-ups Deutschlands.

Nextwind kauft bestehende Windparks, reißt alte Anlagen ab und ersetzt sie durch moderne, leistungsstärkere Turbinen. Dieses sogenannte Repowering vervielfacht die Stromproduktion bei gleicher oder sogar geringerer Fläche. Der Markt dafür ist hochfragmentiert und jahrzehntelang kaum professionell skaliert worden. Genau hier liegt die große unternehmerische Chance.
„Wir wollten 1,4 Milliarden einsammeln – und haben am Ende bei 1,8 Milliarden zugemacht.“
Nach ersten 100 Millionen Euro, die innerhalb eines Jahres vollständig investiert waren, folgte der nächste große Schritt. Zwei kanadische Pensionsfonds stellten 750 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Insgesamt fließen heute rund 2,5 Milliarden Euro in den Aufbau und die Modernisierung von Windparks. Damit bewegt sich NeXtwind klar im industriellen Maßstab.
Ein modernes Windrad kostet heute sechs bis sieben Millionen Euro. Wartung, Vermarktung und regulatorische Anforderungen sind deutlich komplexer geworden. Laut Ewald ist das kein Markt mehr für Einzelkämpfer oder kleine Betreiber. Die Energiewende braucht Skalierung, Effizienz und professionelles Management.
Wind- und Solarenergie sind heute tragende Säulen der Stromversorgung, aber sie sind nicht stetig verfügbar. Themen wie Speicher, Flexibilität und Versorgungssicherheit werden immer wichtiger. Genau hier erwartet Ewald eine massive Konsolidierungswelle im Markt. Am Ende werden nur wenige große Plattformen den Markt dominieren.
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