12.000 Mitarbeitende, 5,4 Milliarden € Umsatz und Europas Energie-Zukunft: BKW-CEO Robert Itschner!

Wie die Energiewende gelingt, warum Deutschland mehr Optimismus braucht und weshalb Energie, Infrastruktur und Handwerk künftig zusammen gedacht werden müssen.

Europas Energiezukunft braucht neue Antworten

Die Energiewende verändert nicht nur die Energiebranche, sondern ganze Volkswirtschaften. Robert Itschner, CEO der Schweizer BKW Gruppe, erklärt im aktuellen Podcast mit Michél, warum Energie, Netze und Infrastruktur künftig untrennbar miteinander verbunden sind. Mit über 12.000 Mitarbeitenden und rund fünf Milliarden Schweizer Franken Umsatz gehört die BKW heute zu den bedeutendsten Energie- und Infrastrukturunternehmen Europas. Dabei verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz – von der Energieerzeugung über Engineering bis hin zum Handwerk.

Michél-Philipp Maruhn, Founder & Host des DIGITALWERK-Podcasts, und BKW-CEO Robert Itschner

Warum Deutschland besser da steht, als viele glauben

Ein zentrales Thema der Folge ist der Blick der Schweiz auf Deutschland. Während hierzulande häufig über Krisen gesprochen wird, sieht Robert vor allem die vorhandenen Stärken des Standorts. Für ihn sind der starke Mittelstand, gut ausgebildete Fachkräfte und langfristig denkende Familienunternehmen die Grundlage für zukünftiges Wachstum. Entscheidend sei nun, wieder mehr Zuversicht zu entwickeln und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

„Es gibt so viel Substanz, es gibt Geld, es gibt gut ausgebildete Personen. Ich denke, da könnte man was draus machen.“

Die Energiewende ist längst Realität

Für Robert ist klar, dass eine Rückkehr zu früheren energiepolitischen Entscheidungen kaum möglich ist. Milliardeninvestitionen wurden bereits getätigt, Kraftwerke stillgelegt und neue Infrastrukturen aufgebaut. Statt über eine Rolle rückwärts zu diskutieren, müsse der Fokus darauf liegen, den Ausbau erneuerbarer Energien, der Stromnetze und moderner Wärmelösungen weiter voranzutreiben. Nur wenn alle Bereiche gemeinsam gedacht werden, kann die Transformation erfolgreich gelingen.

Energie, Planung und Handwerk wachsen zusammen

Ein spannender Einblick der Folge ist das Geschäftsmodell der BKW. Das Unternehmen verbindet Planung, Energieerzeugung, Installation und Betrieb zu einer integrierten Lösung für Kunden. Gerade bei komplexen Energieprojekten entstehen dadurch deutliche Vorteile, weil Architektur, Gebäudetechnik und Energieversorgung von Beginn an gemeinsam geplant werden können. Für Robert ist genau diese Verzahnung einer der wichtigsten Wachstumstreiber der kommenden Jahre.

Führung bedeutet Klarheit und Optimismus

Neben Energiepolitik spricht Robert auch über seinen persönlichen Karriereweg – vom Mechaniker über das Ingenieurstudium bis an die Spitze eines europäischen Konzerns. Besonders wichtig sind ihm Selbstreflexion, Transparenz und ein offener Umgang innerhalb von Organisationen. Gleichzeitig plädiert er dafür, gesellschaftliche Herausforderungen mit mehr Zuversicht anzugehen. Denn erfolgreiche Transformation beginnt nicht nur mit Investitionen, sondern auch mit der Überzeugung, dass Veränderung möglich ist.

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