April 7, 2026
Die Lindner Group gehört heute mit rund 8000 Mitarbeitern weltweit zu den bedeutendsten Unternehmen der Bau- und Ausbauindustrie. Gegründet wurde das Unternehmen 1965 und wird mittlerweile in zweiter Generation geführt. Für Veronika war der Einstieg ins Unternehmen keine bewusste Entscheidung, sondern von klein auf Teil ihres Lebens. Unternehmertum wurde am Frühstückstisch gelebt und früh zur Selbstverständlichkeit.

Ein zentraler Erfolgsfaktor des Unternehmens liegt im Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Verantwortung wird früh übertragen und Ideen dürfen ausprobiert werden, ohne lange Entscheidungswege. Dieses Vertrauen sorgt für Motivation und Innovationskraft im gesamten Unternehmen. So entsteht Wachstum nicht durch Kontrolle, sondern durch unternehmerisches Denken in der gesamten Organisation.
Wir vertrauen unseren Leuten. Die können Dinge ausprobieren, Märkte erobern. Die haben Verantwortung für das, was sie machen.
Während viele Unternehmen Digitalisierung erst spät angehen, setzt Lindner schon seit über einem Jahrzehnt auf eigene Softwarelösungen. Statt auf Standardlösungen zu setzen, entwickelt das Unternehmen Tools intern, direkt aus den Bedürfnissen der Baustelle heraus. Dadurch entstehen praxisnahe Lösungen mit echtem Mehrwert. Diese Innovationskraft verschafft dem Unternehmen einen klaren Vorsprung in einer traditionell eher konservativen Branche.
Beim Wachstum durch Zukäufe verfolgt Lindner eine klare Strategie: Nur Unternehmen, die kulturell passen, kommen infrage. Finanzielle Kennzahlen allein spielen keine entscheidende Rolle. Entscheidend ist, ob die Werte, der Umgang miteinander und die Atmosphäre stimmen. Diese Haltung schützt langfristig die Identität und Stabilität des Unternehmens.
Trotz des Erfolgs sieht Veronika große Herausforderungen für den Standort Deutschland. Bürokratie, steigende Kosten und schwierige Rahmenbedingungen erschweren insbesondere Gründungen und Wachstum. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an engagierten Unternehmern hoch. Für sie steht fest: Wer wirklich etwas bewegen will, wird auch in Zukunft Wege finden.
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