Drees & Sommer und HOLTMANN+: Baubranche im Umbruch – Kommunikation als Architekt der Revolution

Jörg Zeissig (CEO bei HOLTMANN+), Philipp Späth (Partner bei Drees & Sommer) und Michél-Philipp Maruhn (Founder & Managing Director DIGITALWERK)

Jörg Zeissig (CEO bei HOLTMANN+), Philipp Späth (Partner bei Drees & Sommer) und Michél-Philipp Maruhn (Founder & Managing Director DIGITALWERK)

DESIGNING THE FUTURE – The Circular Design, Building and Construction Summit: Ein Gespräch mit den Veranstaltern

Diese Podcastfolge ist an einem ungewöhnlichen Ort entstanden – nicht im gewohnten Studio oder dem KPM-Hotel, sondern live bei der Veranstaltung “DESIGNING THE FUTURE – The Circular Design, Building and Construction Summit”. Das Event wurde von Drees & Sommer und HOLTMANN+ im Motorwerk in Berlin ausgerichtet. Passend dazu spricht Michél-Philipp Maruhn in der mobilen Podcastbox mit Jörg Zeissig, CEO von HOLTMANN+ und Philipp Späth, Partner, Drees & Sommer

Michél eröffnet die Diskussion mit einer allgegenwärtigen Feststellung: "Heute ist mal wieder alles anders." Ein Statement, das er in letzter Zeit häufiger getroffen hat, da sich in seinem Umfeld viel verändert. Doch was hat das mit der Bau- und Immobilienbranche zu tun?

Jörg Zeissig von HOLTMANN+ gibt uns einen Einblick in die Geschichte seines Unternehmens, das sich ursprünglich dem Messebau verschrieben hat. Gegründet im Jahr 1950, entwickelte es sich im Laufe der Zeit zu einem bedeutenden Akteur im Messebau, insbesondere während der Expo in Hannover im Jahr 2000. Nach dieser Blütezeit begann das Unternehmen, sich zu diversifizieren und agenturischer zu denken. Jörg erklärt, wie die Pandemie als ein Riesenbeschleuniger wirkte, der sie zwang, ihre Kommunikationsstrategien zu überdenken. HOLTMANN+ wurde nicht mehr nur als Messebauer wahrgenommen, sondern als Kommunikationsagentur mit Umsetzungskompetenz.

Die Transformation und die Frage, wie man zukünftig mit Kund:innen kommuniziert, führten Jörg Zeissig und Philipp Späth von Drees & Sommer zusammen. Beide trafen sich während einer Veranstaltung in Kitzbühel, wo sie begannen, intensiver über Kommunikationsformate nachzudenken. Die Pandemie zwang Unternehmen dazu, alles digital zu gestalten, und diese Learnings beeinflussten die Art und Weise, wie physische Treffen gestaltet werden sollten. Die Notwendigkeit sinnstiftender Kommunikation wurde zu einem zentralen Thema.

Philipp Späth, Partner bei Drees & Sommer, teilt seine Perspektive auf die Veränderungen. Seine Rolle besteht darin, neue Märkte, Leistungen und Themen zu identifizieren. Drees & Sommer erkannte die Notwendigkeit, erfolgreiche Kommunikation nicht nur intern zu praktizieren, sondern auch nach außen zu tragen. Die Idee, unterschiedliche Menschen und Unternehmen in einem branchenübergreifenden Format zusammenzubringen, führte zur Entwicklung neuer Kommunikationsformate wie "System Reise" und "Rebuilding Europe".

DESIGNING THE FUTURE – The Circular Design, Building and Construction Summit

Michél beginnt mit einer Beschreibung der aktuellen Location des Gesprächs, dem Motorwerk. Er betont die zeitgemäße Atmosphäre im Vergleich zu großen Messen, die traditionell mit Frontalbeschallung und überfüllten Konferenzzentren verbunden sind. Dabei stellt er die Frage nach der Relevanz solcher Veranstaltungen und ob sie zeitgemäß oder sogar obligatorisch sind.

Philipp übernimmt das Wort und gibt seine Perspektive auf DESIGNING THE FUTURE – The Circular Design, Building and Construction Summit. Er erläutert die Besonderheiten dieses Formats im Vergleich zu herkömmlichen Messen. Im Fokus stehen kleine Stände für alle Teilnehmer:innen, unabhängig von der Größe des Unternehmens. Die Veranstaltung betont Kommunikation und Zusammenarbeit, und die Standgröße spielt eine untergeordnete Rolle. Der Schwerpunkt liegt nicht darauf, was man mitnimmt, sondern darauf, was man in die Veranstaltung einbringt.

Michél bringt eine interessante Analogie ein, indem er darauf hinweist, dass es nicht darum geht, physische Goodiebags mitzunehmen, sondern Ideen und Kollaborationsmöglichkeiten zu sammeln. Philipp hebt hervor, dass es darum geht, in neue Formen des Zusammenkommens zu investieren.

Jörg bringt einen weiteren wichtigen Aspekt ein und spricht darüber, wie die Definition von Mehrwert je nach Zielgruppe variiert. Er betont die intensive Auseinandersetzung mit den bestehenden Formaten und wie man diese verbessern kann, ohne sie zu kannibalisieren.

Die Diskussion dreht sich weiter um das Konzept des DESIGNING THE FUTURE – The Circular Design, Building and Construction Summit, der von Kommunikation und Zusammenarbeit getrieben wird. Die Podcast-Teilnehmer erklären, dass es sich nicht um eine exklusive Veranstaltung von Drees & Sommer handelt, sondern ein gemeinsam entwickeltes Produkt ist. Vielmehr trage die Vielfalt der Mitwirkenden, die von über 40 Partner:innen vertreten werden, zum Erfolg des Formats bei.

"Unser Job hier ist nicht auszustellen oder irgendwas darzustellen. Unser Job ist, genau diese Plattform so zu gestalten, dass die angenommen wird."
– Jörg Zeissig

Das Gespräch berührt auch das Thema des Businessmodells hinter dem Event. Philipp erklärt, dass es für sie ein Null-plus-Geschäft ist, bei dem der ideelle Wert im Vordergrund steht. Es geht nicht primär darum, Geld zu verdienen, sondern einen Beitrag zur Branche zu leisten und in die Zukunft zu investieren.

In Bezug auf die Zukunft des Summits betonen die Teilnehmer die Bedeutung des Blicks über den Tellerrand und die Notwendigkeit, die Branche durch Zusammenarbeit und innovative Formate voranzubringen. Sie sprechen über die Erwartungen an die Teilnehmerzahlen und wie das Konzept von Dichte und Enge lebt.

Die Diskussion endet mit einem Ausblick auf die Weiterentwicklung des Formats, wobei der Fokus auf inhaltlichen Mehrwerten und der Schaffung von Treffpunkten für die Branche liegt.

Die Vielfalt der Veranstaltungsformate in der Baubranche

Michél eröffnet die Diskussion, indem er die Perspektiven auf große Unternehmensveranstaltungen anspricht. Er stellt die Frage, ob solche Events mit Hunderten von Teilnehmer:innen, die von einigen Herstellern organisiert werden, notwendig sind. Oder ob Veranstaltungen wie DESIGNING THE FUTURE – The Circular Design, Building and Construction Summit, die auf Kollaboration und Austausch setzen, die Zukunft sind. Die Antworten von Philipp und Jörg deuten darauf hin, dass es Platz für beide Ansätze gibt.

Philipp bringt seine Sichtweise ein und betont, dass sowohl große Unternehmensevents als auch Veranstaltungen wie DESIGNING THE FUTURE – The Circular Design, Building and Construction Summit ihre Daseinsberechtigung haben. Er glaubt, dass Formate, die ein Publikum ansprechen und informieren, wichtig sind. Dabei unterstreicht er die Besonderheit des DESIGNING THE FUTURE – The Circular Design, Building and Construction Summits, der eine Plattform für Kommunikation auf Augenhöhe bietet.

"Also ich glaube, warum soll ein Hersteller, der viele Produkte hat, nicht eine Veranstaltung machen, wo, wenn 400 Leute kommen und sich informieren, finde ich das eine gute Sache."

– Philipp Späth

Die Bedeutung von Augenhöhe und Kollaboration

Alle drei heben die Bedeutung von Augenhöhe in der Zusammenarbeit hervor. Philipp erklärt, wie der Summit bewusst Raum für Partnerschaften schafft und unterschiedliche Akteur:innen auf dem gleichen Niveau zusammenbringt. Dies unterscheidet sich von traditionellen Veranstaltungen, bei denen oft Hierarchien und Größenunterschiede dominieren.

Jörg ergänzt, dass die Wahrnehmung durch die Community entscheidend ist. Er betont, dass die Stimmung auf der EXPO REAL, einer anderen großen Branchenveranstaltung, überraschend positiv war. Trotz Herausforderungen im Marktumfeld war die Atmosphäre gut, was darauf hindeutet, dass die Art der Veranstaltung und die gelebte Kooperation entscheidend sind.

Die Zukunft der Veranstaltungsformate: Physisch vs. Virtuell

Die Diskussion schwenkt dann zur Frage der zukünftigen Veranstaltungsformate, insbesondere im Kontext von Trends wie dem Metaverse. Michél fragt, ob physische Treffen wie auf dem Summit weiterhin relevant sein werden. Jörg und Philipp sind sich einig, dass physische Treffen nicht durch virtuelle Formate ersetzt werden, sondern beide weiterhin existieren und sich ergänzen werden.

Jörg hebt die Rolle von Augmented Reality hervor und wie digitale Features das Messeformat verändern könnten. Philipp und Jörg sind zuversichtlich, dass solche Innovationen die physischen Treffen nicht ersetzen, sondern ergänzen werden.

Die Themen des DIGITALWERK Podcasts mit Jörg Zeissig & Philipp Späth im Überblick:

Video

  • (00:00:00) Um was geht es in der Podcastfolge?
  • (00:03:59) Wer ist Jörg Zeissig und was macht er beruflich?
  • (00:07:54) Wer ist Philipp Späth und was macht er beruflich?
  • (00:10:31) Um was geht es bei DESIGNING THE FUTURE?
  • (00:29:59) Was ist aus Zukunftsvisionen wie dem Metaverse geworden?

Audio 

  • (00:00:00)  Um was geht es in der Podcastfolge?
  • (00:03:59) Wer ist Jörg Zeissig und was macht er beruflich?
  • (00:08:21) Wer ist Philipp Späth und was macht er beruflich?
  • (00:11:11) Um was geht es bei DESIGNING THE FUTURE?
  • (00:30:39) Was ist aus Zukunftsvisionen wie dem Metaverse geworden?

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