Heinrich Schmid: Ein Blick hinter die Kulisse von Deutschlands größtem Handwerksbetrieb

Best of DIGITALWERK! 7.000 Mitarbeiter, 1.000 Auszubildende und eine Familiengeschichte über vier Generationen: Die Unternehmensgruppe Heinrich Schmid!

Vom Malerbetrieb zur Unternehmensgruppe

Die Geschichte von Heinrich Schmid beginnt als klassischer Malerbetrieb mit wenigen Mitarbeitern. Über mehrere Generationen entwickelte sich daraus eine Unternehmensgruppe mit mehr als 7.000 Beschäftigten und über 200 Standorten. Besonders bemerkenswert ist, dass das Unternehmen bis heute in Familienhand geblieben ist. Wachstum war dabei nie Selbstzweck, sondern das Ergebnis langfristiger Entscheidungen.

Heinrich Schmid, Gesellschafter der Unternehmensgruppe Heinrich Schmid, im DIGITALWERK-Podcast.

Familiennachfolge ohne Druck

Anders als in vielen Unternehmerfamilien wurde die Nachfolge nie erzwungen. Heinrich beschreibt, dass sein Vater ihm und seinen Geschwistern stets die freie Entscheidung gelassen hat. Gleichzeitig waren die Kinder früh im Unternehmen aktiv und lernten die Realität auf Baustellen kennen. Dadurch entstand ein natürliches Verständnis für Verantwortung und Unternehmertum.

Wachstum durch Karrieren statt Kennzahlen

Für Heinrich stehen keine Umsatzrekorde im Mittelpunkt. Viel wichtiger ist es ihm und der Familie, Strukturen aufzubauen, die Menschen Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Das Unternehmen setzt deshalb stark auf Aus- und Weiterbildung sowie auf interne Karrierewege. Ein Leitspruch von Heinrichs Vater lautet: "Abschluss mit Anschluss!". Aus dieser Philosophie heraus entstand über Jahrzehnte organisches Wachstum.

Warum Ausbildung der Schlüssel ist

Mit rund 1000 Auszubildenden investiert Heinrich Schmid stärker in Nachwuchs als die meisten Unternehmen der Branche. Das Ziel besteht nicht nur darin, Fachkräfte auszubilden, sondern langfristige Karrieren zu ermöglichen. Gleichzeitig spricht Heinrich offen über die Herausforderungen, junge Menschen dauerhaft für das Handwerk zu begeistern und auch nach der Ausbildung erfolgreich weiter zu beschäftigen. Für ihn liegt genau darin eines der größten Wachstumspotenziale der Zukunft.

Die Zukunft des Handwerks

Trotz Automatisierung und Digitalisierung blickt Heinrich optimistisch auf die kommenden Jahre. Viele Tätigkeiten im Handwerk bleiben komplex und lassen sich nur schwer automatisieren oder gar wegrationalisieren. Gleichzeitig sorgen Sanierungsbedarf, Fachkräftemangel und der große Gebäudebestand in Deutschland auch für langfristige Nachfrage. Für ihn ist das Handwerk deshalb eine der sichersten Branchen mit Blick auf die Zukunft.

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