January 20, 2026
SchwörerHaus steht heute für industrielles Bauen mit System – doch der Ursprung liegt im klassischen Baustoffhandel. Über Generationen entwickelte sich das Unternehmen stetig weiter. Johannes Schwörer denkt Bauen nicht als Einzelprojekt, sondern als reproduzierbaren Prozess. Genau diese Perspektive hat SchwörerHaus zu einem der bekanntesten deutschen Fertighaushersteller gemacht. Konstante Reproduzierbarkeit sorgt außerdem für Widerstandsfähigkeit in einer kriselnden Branche.

Im Podcast mit Johannes wird klar, dass der größte Vorteil des industriellen Bauens die Exaktheit ist. Vorgefertigte Bauteile, eigene Werke und eingespielte Prozesse reduzieren Fehler und schaffen Kostensicherheit. SchwörerHaus baut so, dass das System auch einen schlechten Tag auf der Baustelle verkraftet. Das Ergebnis sind planbare Abläufe, kurze Bauzeiten und gleichbleibende Qualität.
Johannes positioniert sich klar: Unternehmergeist ist der Schlüssel zur Lösung der Baukrise. Statt auf Förderprogramme oder Schlagzeilen zu warten, setzt er auf Eigenverantwortung und Umsetzungskraft. Bürokratie sieht er als eines der größten Wachstumshemmnisse für Innovation im Bau. Gleichzeitig verteidigt er den Standort Deutschland aber auch und bekennt sich zu ihm:
Auch wenn Deutschland Probleme hat, es ist schon ein tolles Land, und uns geht es allen wahnsinnig gut hier. Ich finde, dass es sich lohnt, für dieses Land zu kämpfen und nicht die Segel zu streichen und zu sagen: Jetzt gehe ich irgendwo anders hin.
- Johannes Schwörer, CEO, SchwörerHaus
Neben dem klassischen Einfamilienhaus treibt SchwörerHaus heute modulare und serielle Lösungen massiv voran. Hybridbauweisen aus Holz und Beton ermöglichen bis zu sechs Geschosse – effizient, schnell und skalierbar. Besonders bei Aufstockungen setzt das Unternehmen auf Module statt jahrelanger Baustellen. Das reduziert Belastungen für Mieter und beschleunigt dringend benötigten Wohnraum.
Ein zentrales Zukunftsthema ist die serielle Sanierung. SchwörerHaus kombiniert 3D-Gebäudeaufnahmen mit industrieller Vorfertigung, um Kosten und Risiken zu senken. Ganze Fassaden inklusive Technik entstehen im Werk und werden vor Ort montiert. So lassen sich Klimaziele erreichen, ohne dass Mieter ausziehen müssen – ein entscheidender Vorteil für Städte und Wohnungsbaugesellschaften.
00:00 – Darum gehts in der Folge
03:45 – 75 Jahre SchwörerHaus: Die Familiengeschichte
09:20 – Vom Juristen zum Bauunternehmer
14:30 – 46.000 Häuser und eigene Werke
19:00 – Warum Fertighäuser Planungssicherheit bringen
22:00 – Baukrise, Politik und Bürokratie
30:55 – Einfamilienhaus: Zahlen, Einbruch, Realität
33:00 – Mehrgeschossiger Holz-Hybridbau
36:30 – Modulares Bauen & Dachaufstockung
39:50 – Serielle Sanierung als Schlüssel für den Bestand
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