February 17, 2026
Deutschland wird älter – und schneller, als viele denken. Schon heute sind rund 23 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt, Tendenz steigend. Bis 2037 werden rund 20 Millionen Menschen zwischen 65 und 84 Jahre alt sein. Diese Entwicklung stellt nicht nur unser Gesundheitssystem, sondern vor allem unsere Gebäude und Mobilitätskonzepte vor enorme Herausforderungen.
Für Udo ist klar: Mobilität endet nicht an der Gebäudetür. Städte wachsen, Gebäude werden höher, Nutzungen verändern sich – und damit auch die Anforderungen an vertikale und horizontale Bewegung. Besonders im Bestand entsteht ein enormer Modernisierungsdruck. Denn viele Gebäude sehen von außen modern aus, sind technisch jedoch veraltet.
Mit der Abschaltung des 2G-Mobilfunknetzes entsteht ein akuter Handlungsbedarf. Rund 400.000 Aufzüge in Deutschland sind betroffen, weil ihre Notrufsysteme das 2G-Mobilfunknetz benötigen. Ohne funktionierende Notrufverbindung droht im Zweifel die Stilllegung durch den TÜV. Betreiber müssen jetzt prüfen und nachrüsten, um Sicherheit und Betrieb weiterhin zu gewährleisten.
Der Neubau schwächelt, doch der Bestand bietet enorme Potenziale. Modulare Modernisierungskonzepte ermöglichen es, Steuerungen, Antriebe oder Fahrkörbe auszutauschen, ohne den kompletten Aufzug zu erneuern. Moderne Systeme sparen dabei bis zu 40 % Energie im Vergleich zu älteren Anlagen. Damit wird Modernisierung nicht nur zur Pflicht, sondern auch zur wirtschaftlichen Chance.
Hoffmann blickt weit nach vorne und denkt Mobilität neu. Gebäude könnten künftig stärker miteinander verbunden sein – nicht nur vertikal, sondern auch horizontal. Daten werden Prozesse steuern und Gebäude effizienter betreiben. Die Frage ist nicht mehr, ob sich Mobilität verändert, sondern wie schnell wir bereit sind, unsere Städte darauf vorzubereiten.
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