Zwischen Heizungswende und Bau-Turbo - Was sich 2026 ändert!

January 28, 2026
Autor/in:
Thomas Lippold

2026 könnte zum Schicksalsjahr für den Immobiliensektor werden: Mit dem Stichtag für die kommunale Wärmeplanung in Großstädten, der finalen Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie und dem neuen Bau-Turbo (§ 246e) ändern sich die Regeln für Sanierung, Neubau und Heizungstausch grundlegend.

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Das Jahr 2026 markiert einen echten Wendepunkt für alle, die Immobilien besitzen, bauen oder darin wohnen. Während viele Gesetze lange Zeit nur Theorie waren, müssen wir uns jetzt auf konkrete Fristen und technische Neuerungen einstellen. 

Ob Heizungstausch, EU-Vorgaben oder schnellere Genehmigungen – die Branche steht unter Strom. In diesem Artikel schauen wir uns einige Änderungen an.

Die Heizungswende wird konkret

Ab dem 1. Juli 2026 wird es in deutschen Großstädten ernst: Wer dann eine neue Heizung einbaut, muss sicherstellen, dass diese zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Da die kommunale Wärmeplanung in Städten mit über 100.000 Einwohnern nun stehen muss, gibt es keine Ausreden mehr. Bestehende, funktionierende Heizungen dürfen weiterbetrieben werden. 

Für Eigentümer kann das den Abschied von der klassischen Gastherme und den Umstieg auf Wärmepumpen oder Fernwärme bedeuten. Es ist das Ende der Unsicherheit, aber auch der Beginn einer großen Investitionsphase im Bestand.

Europa macht Druck: Sanierung im Fokus

Die neue EU-Gebäuderichtlinie landet 2026 endgültig in unserem nationalen Recht  (bis Mai 2026 muss das geschehen sein) und bringt frischen Wind in die Sanierungspläne. Der Fokus liegt nun besonders auf den Gebäuden mit der schlechtesten Energiebilanz, die schrittweise fit für die Zukunft gemacht werden müssen. 16 % ineffizientesten Nichtwohngebäude müssen bis 2027 auf Vordermann gebracht werden. 

Das Ziel ist klar: Wir steuern auf den „Nullemissionsstandard“ zu, damit unsere Häuser langfristig klimaneutral werden. Wer jetzt renoviert, sollte die neuen Standards direkt mitplanen, um den Wert der Immobilie zu sichern.

Der „Bau-Turbo“: Weniger Papier, mehr Wohnraum

Um den Wohnungsbau trotz Krise anzukurbeln, kommt 2026 der sogenannte „Bau-Turbo“ voll zum Einsatz. Durch den neuen Paragrafen 246e im Baugesetzbuch sollen Kommunen Wohnprojekte in Gebieten mit Wohnungsmangel deutlich unbürokratischer genehmigen können. 

Oft kann sogar auf die langwierige Anpassung von Bebauungsplänen verzichtet werden, wenn es schnell gehen muss. Das ist eine große Chance für Projektentwickler, die bisher an der zähen Bürokratie gescheitert sind.

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