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In einer Welt, in der Daten das neue Gold sind, kann „Digitale Souveränität“ zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Doch was bedeutet das eigentlich? Es geht nicht um digitale Isolation oder komplette Autarkie, sondern um die Fähigkeit von Unternehmen und Verwaltungen, selbstbestimmt über ihre technologischen Systeme und Daten zu entscheiden.
Souveränität ist die optimale Balance zwischen wirtschaftlicher Effizienz und Unabhängigkeit. Wer souverän ist, meidet nicht zwangsläufig globale Anbieter, sondern stellt sicher, dass er stets echte Alternativen zu diesen und somit die Macht über seine eigene digitale Infrastruktur besitzt.
Was ist Digitale Souveränität? Ergebnisse des Index Digitale Souveränität 2025 vom Handelsblatt Research Institute und adesso
Um den Status quo der deutschen Handlungsfähigkeit messbar zu machen, haben adesso und das Handelsblatt Research Institute den „Index Digitale Souveränität“ (IDS) ins Leben gerufen. Diese umfassende Studie basiert auf einer Befragung von 491 Entscheidern aus dem privaten und öffentlichen Sektor in Deutschland und liefert ein präzises Bild des aktuellen Reifegrades.
Der Gesamtindex setzt sich aus sechs verschiedenen Dimensionen zusammen: Hardware, Software, Cybersicherheit, Datenmanagement, Künstliche Intelligenz und eben Cloud-Computing. 100 Punkte stehen für vollständige digitale Souveränität, 0 Punkte stehen für keinerlei digitale Souveränität.
Anbieterabhängigkeit in der Cloud: Das Risiko des Lock-in-Effekts
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist die starke Bindung an einzelne Anbieter, die oft als „Lock-in-Effekt“ die Souveränität bremst. Laut Index halten 63 % der Befragten den Aufwand, ihren Cloud-Anbieter zu wechseln, für (eher) hoch. Das führt dazu, dass Unternehmen trotz des Wunsches nach Selbstbestimmung faktisch in den Ökosystemen großer Anbieter feststecken.
Besonders im privaten Sektor ist diese Abhängigkeit von einzelnen Providern mit 71 % deutlich stärker ausgeprägt als im öffentlichen Dienst. Souveränität bedeutet hier ganz praktisch: Die technische und vertragliche Fähigkeit zur Migration muss aktiv mitgedacht werden, um die strategische Kontrolle zu behalten.
Multi-Cloud und Hybrid-Cloud: Strategien gegen die Abhängigkeit
Die Studie zeigt, dass viele Organisationen bereits kluge Hebel nutzen, um ihre Abhängigkeiten zu minimieren, etwa durch Hybrid-Cloud-Modelle oder Multi-Cloud-Ansätze. Rund 69 % der Unternehmen nutzen bereits unterschiedliche Anbieter für ihre Daten und Dienste, um das Risiko einer einseitigen Bindung zu streuen.
Zudem legen drei Viertel der Befragten großen Wert darauf, dass ihre Rechenzentren innerhalb der EU betrieben werden, um unter dem Schutz der DSGVO zu agieren. Souveränität ist also keine reine IT-Frage, sondern eine Managementaufgabe, die eine klare Strategie und den Aufbau eigener Kompetenzen erfordert.
Mit adesso den Weg zur digitalen Freiheit gestalten
Der Cloud-Bericht des Index Digitale Souveränität verdeutlicht, dass der Wille zur Unabhängigkeit da ist, aber oft noch die passende Landkarte für die Umsetzung fehlt. adesso kann Unternehmen dabei begleiten, diesen Weg zu finden, indem Cloud-Strategien nicht isoliert, sondern als integraler Bestandteil der Geschäftsstrategie verstanden werden.
Ob durch die Auswahl europäischer Alternativen oder die Architektur resilienter Multi-Cloud-Systeme – das Ziel bleibt die Sicherung der eigenen Handlungsfähigkeit. Wer die Erkenntnisse der Studie für sich richtig nutzt, verwandelt das Risiko der Abhängigkeit in eine Chance für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.



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