Olympia 2026: Zwischen Milliarden-Investitionen und sportlichem Glanz in Mailand & Cortina

February 11, 2026
Autor/in:
Thomas Lippold

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind gestartet. Trotz eines Budgets von 5,2 Milliarden Euro und knapper Deadlines bei Projekten wie der Arena Santa Giulia blickt Italien optimistisch auf ein finanzielles Plus. Ein Blick auf die Architektur, die Kosten und die sportliche Zukunft der Region.

Bildquelle:
IOC

Olympische Winterspiele 2026: Kleine Spiele, großer Preiszettel

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind in vollem Gange. Das sportliche Großereignis hat insgesamt rund 5,2 Milliarden Euro gekostet. Die Arena Santa Giulia steht dabei als eines der teuersten Einzelprojekte im Fokus der Öffentlichkeit. 

Während die Baukosten der Arena mit 250 Millionen Euro massiv waren, rechnet die italienische Regierung fest mit Gesamteinnahmen durch die Winterspiele von über 5,3 Milliarden Euro. Die Wirtschaft hofft durch die Spiele auf einen spürbaren Wachstumsschub für die gesamte Region. Trotz der hohen Investitionen soll am Ende der Spiele ein finanzielles Plus für Italien stehen.

Blick auf die Baustelle des Olympischen Dorfes in Mailand. Bild: IOC

Der Arena Santa Giulia mussten die Flügel gestutzt werden

In der neu errichteten multifunktionalen Arena Santa Giulia herrscht seit dem Eröffnungswochenende reger Turnierbetrieb. Die Halle bietet bei den aktuellen Eishockey-Wettbewerben Platz für über 12.000 Zuschauer. Dabei war bis vor Kurzem sogar noch unklar, ob die Arena überhaupt pünktlich fertig wird. 

Die Kapazität für Zuschauer ist jetzt erst einmal geringer als geplant. Nach den Spielen soll die Multifunktionshalle aber dann um die 16.000 Zuschauer fassen. Auch die anfängliche Kritik an der Größe der Eisfläche durch nordamerikanische Eishockey-Spieler der NHL ist verstummt, da die Fläche von der Größe her exakt den olympischen Vorgaben entspricht. 

Der erste Sprung und eine erfolgreiche Punktlandung zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2026

Die Fertigstellung der Arena war eine echte Punktlandung unmittelbar vor dem Start der Wettbewerbe. Bis Ende Januar wurde noch an den letzten Details wie der Beschilderung und den Info-Monitoren gearbeitet. 

Pünktlich zum ersten Eishockeyspiel der Frauen zwischen Italien und Frankreich am 5. Februar war alles bereit, und Gastgeber Italien fegte Frankreich souverän mit 4:1 vom Eis. Heute präsentiert sich die Arena als glänzendes Wahrzeichen des neuen Stadtviertels im Südosten Mailands.

Olympische Winterspiele 2026: Nervenkitzel auf der Bahn in Cortina

Auf der neuen Bobbahn in Cortina d'Ampezzo, dem wohl prominentesten Bauwerk der Spiele, kämpfen die Athleten aktuell um die ersten Medaillen. Die 1.749 Meter lange Strecke verlangt den Sportlern bei hohen Geschwindigkeiten alles ab. 

Der Bau gelang dabei in rekordverdächtigen 300 Tagen. Das Projekt ist wegen der hohen Kosten von 120 Millionen Euro aber umstritten. Dennoch ist die Bahn nun das Herzstück der Wettbewerbe in den Dolomiten.

Ein olympisches Dorf auf einem alten Bahnhof

Rund 1700 Athleten haben Platz im neuen Olympischen Dorf in Mailand. Für die Gebäude wurde ein altes Bahnhofsgelände reaktiviert. Es bietet wegen seiner zentralen Lagen den Athleten kurze Wege zu den Wettkampfstätten. 

Wie üblich wurde auch bei dieser Projektentwicklung in die Zukunft gedacht. Nach den Spielen wird hier ein lebendiges Viertel entstehen, die Athletenunterkünfte sollen sich ein modernes Studentenwohnheim verwandeln.

Olympische Winterspiele 2026: Italien im Fieber

Trotz der schwierigen Bauphase und der ökologischen Kritik blicken die Italiener gelassen auf die Winterspiele. Die Arena Santa Giulia und auch die in Rekordzeit errichtete Bobbahn erweisen sich als technische und architektonische Highlights. 

Italien zeigt der Welt, was viele dem Land vielleicht nicht zugetraut hatten: dass es auch unter Zeitdruck eine moderne Infrastruktur für  sportliche Höchstleistungen fertigstellen kann. Ende Februar wird sich ein Fazit ziehen lassen, ob die Anstrengungen auch alle von Erfolg gekrönt waren.

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